Champagne St. Gall – „Influence“

Die 1966 gegründete Winzervereinigung „Union Champagne“, der über 2000 Winzer angehören hat unter dem Namen „Champagne de St. Gall“ eine neue Linie namens „Influence“ kreiiert.

Mit vier komplett verschiedenen Weinen aus den Premier Crus Ambonnay, Cramant, Oger und Vertus wird in dieser Linie demonstriert, dass Champagner eben nicht nur ein toller Aperitif ist, sondern durchaus sehr überzeugend sein Terroir und seine Herkunft widerspiegelt.
Die Linie ist durchgehend mit einer Extra-Brut Dosierung versehen, dies hilft die Persönlichkeit der Weine zu wahren und den Charakter des Terroirs nicht mit gefälligem Zucker zu übertünchen.

Ich habe zwei Weine der Serie verkostet: Le Mineral und L’Expressiv, Weine, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

 

Le Mineral ist ein heller, silbern schillernder Champagner, der, wie der Name schon verrät, sehr mineralisch und straight ist. Ich hatte am Anfang die Befürchtung, dass die Säure hier im Fokus steht, eine Stilistik, die mir gar nicht gefällt, dies war aber Gott sei Dank nicht der Fall. Die Säure war gut eingebunden und erinnerte eher an reife Limonen und fruchtige, gelbe Graperfruit.

Die Chardonnay Trauben für diesen Champagner stammen zu 52% aus Cramant, und zu 31% aus Oger und wachsen auf besonders rein-weißen Kalkböden mit wenig Obererde – was erklärt, woher die Mineralität und Klarheit stammt.

 

 

L’Expressif, den ich im Vergleich getrunken habe, stammt zu 47% aus Oger und zu 33% aus Le Mesnil-sur-Oger.
Die Stilistik dieses Champagner ist (wer hätte es gedacht) expressiver und voller – die Frucht steht klar im Vordergrund – zarte, helle Früchte allerdings, wie weißfleischige Nektarine und Mirabellen. Der Champagner ist keinesfalls schwerfällig, er ist sehr elegant aber strotzt nur so vor Kraft und Lebensfreude.

 

 

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